Samuel Okantey aus den USA gewann den Dreisprung mit einer Weite von 14,32 Metern. – FOTO: Stade

Emmerich. Leichtathletik: Der TV Elten veranstaltete zum zweiten Mal das EMM-Athletik-Sportfest samt Kreismeisterschaften. Rund 200 Teilnehmer nahmen im Eugen-Reintjes-Stadion daran teil – auch Starter aus Zimbabwe und den USA. Von Michael Schwarz (RP Online)
 
Die Freude bei Cynthia Kwofie war riesengroß. Immer wieder wurde die Sprinterin vom TuS Köln von ihrer Vereinskameradin Sophia Masuth beglückwünscht. Die 16-Jährige schaffte in der U 18 mit ihrer Zeit von 12,50 Sekunden über die 100 Meter die Qualifikationszeit für die Deutsche Meisterschaft. „Die Bahn ist schön hart, da kann man mit guter Vorlage laufen. Zudem war es während des Laufes fast windstill“, berichtete Kwofie, die außerdem im Weitsprung mit 5,32 Metern den ersten Platz belegte.

Der siegreiche Sprint der Kölnerin war sicherlich einer der Höhepunkte des zweiten EMM-Athletik-Sportfestes im Eugen-Reintjes-Stadion, das inklusive der Kreismeisterschaften vom TV Elten ausgerichtet wurde.

Auffällig war auch der Auftritt der Belgierin Lynn Beck über die 100 Meter Hürden, die U 18-Meisterin ihres Landes in dieser Disziplin ist. „Da unser Sportfest offen ausgeschrieben ist, die 100 Meter Hürden nicht überall angeboten werden und sie in der Nähe war, hat sie bei uns gemeldet“, erklärte Sabrina Angenendt, Vorsitzende des TV Elten. Die Belgierin siegte in 14,41 Sekunden mit fast vier Sekunden Vorsprung auf die erste Verfolgerin. „Das sieht man sofort eine viel bessere Technik“, sagte Angenendt, die auch die organisatorischen Fäden der Veranstaltung in der Hand hielt. „Leider kann ich daher den eigenen Nachwuchs bei unserer Veranstaltung aber kaum betreuen.“

Insgesamt waren rund 200 Teilnehmer auf der Anlage aktiv. „Damit sind wir auf jeden Fall zufrieden“, so die Vorsitzende, die sich zusammen mit den Athleten auch über das ideale Wetter freute. Wie fast überall wird es aber auch beim TV Elten immer schwieriger, Helfer zu finden. „So mussten wir etwa zwei Drittel der Kampfrichter beim Kreis anfordern, was wiederum Geld kostet“, erläuterte Angenendt.

Angeboten wurde in Emmerich fast die gesamte Palette der Leichtathletik-Wettkämpfe. „Neben dem Stabhochsprung haben wir nur auf den Speer- und Diskuswurf verzichtet, weil der Aufwand zu groß ist“, sagte die Organisatorin, die auch noch einige weitere internationale Athleten begrüßte. Im Weitsprung siegte Foster Ngowe aus Zimbabwe mit 6,56 Metern, über 100 Meter Marvin Bheka aus Zimbabwe in 10,77 Sekunden und im Dreisprung der US-Amerikaner Samuel Okantey mit 14,32 Metern.

Doch auch die hiesigen Athleten erzielten starke Leistungen. Beispielsweise der Emmericher Florian Falkenthal (LV Marathon Kleve), der über die 3000 Meter in 9:30,06 Minuten dominierte. Im Weitsprung der M 15 gewann Lucas Holtmann vom TV Rees mit 5,26 Metern und sein Vereinskamerad Jan Terlinden in der M 14 über 100 Meter in 13,13 Sekunden. Zudem war Terlinden im Weitsprung mit 4,80 Metern erfolgreich. Robin Schwandt (M 14) vom TV Elten kam im Kugelstoßen auf 7,30 Meter.

Im Ballwurf – geworfen wurde mit dem 200-Gramm-Ball – landete Philipp Hommen vom TV Rees in der M 12 mit 39,50 Metern ganz oben auf dem Treppchen. Ebenfalls auf 39,50 Meter kam Janne Reinders (TV Rees) beim Schlagballweitwurf der M 11 und holte sich damit Rang eins. Roseanne Botland vom TV Elten gewann im Kugelstoßen der W 13 mit 6,24 Metern.

Quelle: RP Online